God aften fra Danmark oder auch guten Abend aus Dänemark!
Heute starteten Holger, unsere Große und Dama unser Hund den Tag sportlich! Dama und Holger joggten während Anniki ihren großen neuen Roller testete.
Das Wetter war trocken und die Sonne schien sogar! Perfekt also für unseren Ausflug nach dem Frühstück!
Zwerg tanzte erst noch einmal die Kinderlieder-CD rauf und runter und bei jedem Lied kam: "Mamma, kenn ich vom Kindergarten!" ...sie geht da erst 1 Monat hin..., bin aber sicher, wenn wir die weiterhin so oft hören, kennen wir bald alle Lieder auswendig, obwohl die auf dänisch sind!
Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf nach Thyroborøn, das liegt ganz an der Nordspitze und man fährt nur auf einer ganz engen Landzunge zwischen Nordsee und Limfjord umringt von Dünen und schönen Schilfufern.
Unterwegs sahen wir bereits sehr viele Vogelschwärme und auch mal die für diese Gegend berühmte "Svart Sol", das ist, wenn die Vögel sich anfangen zu sammeln und Millionen von Vögeln von den Feldern und Wiesen abheben, um sich zu sammeln und organisieren. Ein wirklich sehr beeindruckendes Naturschauspiel, welches wir auch vor 2 Jahren schon mal in der Nähe von Rømø gesehen haben.
Nach gut einer Stunde Fahrt kamen wir an unserem Ziel an. Die Stadt war echt häßlich, wenn man das so sagen darf, kurz vor der Stadt riesige Chemiefabriken und es roch merkwürdig. Die Stadt ist sehr vom Fischfang geprägt, man sah viele robuste Schiffe für den Fischfang, nicht so kleine Kutter wie in Eckernförde. Wir suchten das Schneckenhaus, welches wir besuchen wollten und wie es schien, war es hier auch die einzige Attraktion...dachte ich bis hierhin!
Das Schneckenhaus ist gut ausgeschildert, wirklich einzigart und absolut lohnenenswert. Es ist eigentlich ein normales Huas, welches aber mit Muscheln verziert wurde. Warum es nun Schneckenhaus heißt, weiß ich nicht, aber sehr beeindruckend.
Meine Erklärung: Da es in dem Ort wirklich nicht viel zu tun gibt, außer Fischfang und Tourismus, hat wohl jemand mal diese Idee gehabt und somit enstand diese wirklich einmalig schöne Tourismusattraktion. Gleichzeitig entledigte man sich auch der abertausend dort durch den Fischfang gelandeten Muscheln, welche wirklich sehr schön sind und ich wußte auch nicht, daß es so viele verschiedene gibt.
Des weiteren werden in dem Schneckenhaus auch Dinge gezeigt, die bedigt durch den Fischfang mit Netzen dabei gefunden werden. So sahen wir alte Gewehre, Kugelfische, Goldmünzen, eine Robbe, Seesterne, Seeigel, Bernstein, Teile von Haien, Korallen, etc. Allein die Vielzahl von Muscheln war superinteressant.
Wir kauften dann noch Muscheln als Andenken und trugen uns ins Gästebuch ein.
Sonst war der Ort eher karg, wirkte ärmlich und verlassen. Wir beschlossen also nochmal kurz über die Dünen zu schauen und WOW!!!
Das war ja so meins! Die raue Nordsee zeigte sich in voller Fahrt, der Strand mit wunderschönen kleinen Buchten, getrennt durch Wellenbrecher, die jedoch heute Mühe hatten, die bestimmt 2 m hohen Wellen zu bändigen.
Am Strand eine Vielzahl von Bunkern, die ja typisch für den Strand hier sind, schaut da mal unter "Atlantikwall" im Netz nach und ihr erfahrt mehr.
Der Sandstrand ganz fein zwischen den Dünen und breit - einfach herrlich!
Wir starteten sofort eine Muschel- und Steinetour am Strand und hier gab es wirklich Massen an Muscheln und so viele verschiedene Arten, da kam man mit dem Sammeln gar nicht nach! Hinzu noch Austernschalen, Krebspanzer und ja, wir haben glaube ich ein paar gefunden: Bernstein.
Nebenbei hielt ich die Brandung, den Strand, die Dünen, die Kinder, den Hund, etc. noch mit der neuen Kamera fest.
Die Kinder tobten und buddelten am Strand und Pappa hatte die Aufsicht, so daß ich mit Dama auf die Außenmole gehen konnte um die Brandung noch besser fotografieren zu können. Das komische war, das Meer tobte, obwohl es sonst absolut windstill war.
Die Buhnen, auf denen wir nun gingen bildeten erneut eine kleine Bucht mit Sandstrand und da sah ich eine riesige große Muschel liegen. Nachteil war, daß Dama und ich da kaum hinkamen, da wir erst durch die ganzen Felsen und Buhnen klettern mußten, die Gischt war heftig, naß und kalt, die Brandung enorm, aber die wollte ich haben! Zum Glück ist der Husky für solche Unternehmungen immer zu haben und läuft bzw. hier klettert aus Angst davor mit dem Wasser in Berührung zu kommen, denn Dama ist ja wasserscheu, direkt bei Fuß, auch, wenn der Husky sonst immer gerne weit voraus geht!
Als wir dann da so am klettern und kraxeln waren, kam uns ein Geruch entgegen, die Chemiefabrik am Stadteingang war noch harmlos, da entdeckte Dama das Übel. In den Buhnen lag ein Seehundkadaver und ganz ehrlich der lag nicht erst seit gestern da. Starke Verwesung, daher auch der Geruch und die Möwen hatten ihr Werk getan. Wir griffen uns am Strand die Riesenmuscheln, Nase zu und vorbei am Seehund und durch die Buhnen zurück auf den Steg.
Ich mag Seehunde sehr, hatten wir doch letztes Jahr erst so ein Glück, als wir auf Amrum beim Besuch der Seehundsbänke so viele in freier Natur sehen konnten. Das hier zu sehen, war schon sehr traurig.
Dama und ich setzten unsere Suche noch fort und oh nein, was lag denn da am Strand? Ich muß dazu sagen, es war vorne am Strand sehr voll, aber hier hinter der Buhne waren wir alleine! Da lag ein kleiner Heuler am Strand - leider auch schon tot! Man liest ja sehr viel darüber, aber selbst so etwas zu sehen, war schon komisch! Der Heuler kann noch nicht so lange da gelegen haben, jedoch waren auch hier die Möwen schon fleißig gewesen, der arme!
Die Möwen hier, daß waren auch schon so richtig große Seemöwen, die sind schon echt groß und gewaltig. Nichts gegen so eine Eckernförder Lach- oder Silbermöwe!
Ich habe dann überlegt, ob ich den Heuler den Kindern zeige und naja...war wohl nicht das richtige, zumal beide als Kuscheltier eine Robbe haben, welche wir standesgemäß in der ersten Stunde auf Amrum gekauft haben.
Die Große trug es ja noch mit Fassung, aber der Zwerg war am Boden zerstört und heulte Rotz und Wasser. Erst ein paar Sturz- und Stolpereinlagen der Großen konnten die kleine ablenken und wir gingen zum Auto zurück.
Nordseeluft und über 3 Std. am Strand, wir waren total kaputt! Also schnell ab nach Hause und auf dem Weg noch Brennholz besorgen.
In der Touri-Zeitung habe ich noch gelesen, daß der Ort im Sommer recht beliebt ist, dort jedoch auch viele gefährliche Strömungen im Wasser sind.
Das war ein wunderschöner Tag am Strand und heute Abend sind wir alle recht früh ins Bett gefallen!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich über eine Nachricht von Euch!